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Fachkräftemangel und Arbeitskräftemangel: Unterschiede, Ursachen und Lösungen

Viele Betriebe in Österreich, Deutschland und der Schweiz stehen vor dem gleichen Problem: dem Fachkräftemangel. Sei es aufgrund demografischer Entwicklungen oder weil sich immer mehr Mitarbeiter*innen Teilzeitarbeit wünschen – das Problem ist längst nicht mehr „nur“ ein Fachkräftemangel. Über 500.000 Stellen waren alleine im Jahr 2022 in Österreich ausgeschrieben. Mittlerweile fehlen nicht nur Mitarbeiter*innen mit bestimmten Qualifikationen, sondern Personal in allen Branchen auf allen Ebenen. Doch warum ist das so und wie kann das Problem gelöst werden? Das verraten wir in unserem Beitrag.

Group of diverse occupation people

Was ist der Unterschied zwischen Fachkräftemangel und Arbeitskräftemangel?

Das Wort Fachkräftemangel ist am Arbeitsmarkt zurzeit in aller Munde. Doch auch die Begriffe „Mitarbeitermangel“, „Arbeitskräftemangel“ oder „Personalmangel“ werden häufig verwendet. Bedeuten diese Wörter nicht alle das Gleiche? Nein, nicht alle. Sie mögen zwar ähnlich klingen, bei genauerer Betrachtung fallen aber Unterschiede auf. Während ein Arbeitskräftemangel bedeutet, dass es zu wenig Arbeitskräfte am Arbeitsmarkt gibt, bezieht sich ein Fachkräftemangel auf die Qualifikationen der Mitarbeiter*innen. So kann eine bedeutende Anzahl von Arbeitsplätzen innerhalb der betroffenen Branche nicht besetzt werden, weil sich kein Personal mit den entsprechenden Qualifikationen finden lässt. In Österreich sind diese Branchen  am stärksten von einem Fachkräftemangel betroffen:

  • Gastronomie
  • Herstellung von Holzwaren
  • Bau
  • Transport und Verkehr
  • Personenbezogene Dienstleistungen wie Friseure oder Masseure
  • Elektronik und Elektrotechnik
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Metallproduktion
  • EDV und IT

In der Schweiz liegt ebenfalls die Gastronomie auf Platz eins, gefolgt von IT und Maschinenbau, während in Deutschland  Sozial- und Gesundheitsberufe am dringendsten Fachkräfte benötigen, ebenfalls gefolgt von IT. Es ist also der gesamte DACH-Raum gleichermaßen betroffen.

Von Personal- und Mitarbeitermangel spricht man genau genommen, wenn innerhalb eines Betriebes nicht genügend Personal vorhanden ist. In der Praxis werden diese beiden Begriffe aber auch als Synonym für Arbeitskräftemangel verwendet.

Welche Ursachen hat der Mitarbeitermangel?

Ob Arbeitskräftemangel, Mitarbeitermangel, Fachkräftemangel oder andere Begriffe – auch wenn in der Bedeutung Unterschiede liegen, führen sie alle letztendlich immer aufs gleiche Problem zurück: In den meisten Betrieben fehlen Mitarbeiter*innen. Doch woran liegt das? Zum einen leidet der gesamte Arbeitsmarkt darunter, dass die geburtenstarken Jahrgänge in den wohlverdienten Ruhestand gehen, während aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge immer weniger neue Personen am Arbeitsmarkt eintreten. Immerhin hat sich die Zahl der Geburten seit den 1960er Jahren fast halbiert. Zum anderen liegt der Arbeitskräftemangel aber auch an den Betrieben selbst, die noch an alten Traditionen und Vorgehensweisen festhalten und es verabsäumen, sich weiterzuentwickeln und neu zu erfinden.

Regionale Diskrepanzen sind eine weitere Ursache des Fachkräftemangels. Das heißt, dass offene Stellen nicht immer dort sind, wo Fachkräfte nach Arbeit suchen. Zudem lässt sich ein Trend zur Teilzeitarbeit erkennen. Selbst wenn es genügend Fachkräfte gibt, möchten diese weniger Stunden arbeiten, was ebenfalls einen Mitarbeitermangel zur Folge hat. Auch die Coronakrise darf nicht vergessen werden. Diese hat in vielen Menschen den Wunsch nach Veränderung hervorgerufen und speziell Mitarbeiter*innen in den von Lockdowns betroffenen Branchen haben sich beruflich umorientiert.

Fachkräfte finden durch Active Sourcing

Wie kann man als Unternehmen in dieser herausfordernden Situation am Arbeitsmarkt Fachkräfte finden? Recruiter haben es in der heutigen Zeit nicht gerade einfach, doch zum Glück gibt es trotzdem Möglichkeiten, qualifiziertes Personal zu finden. Eine sehr erfolgreiche Methode ist das Active Sourcing. Darunter versteht man die proaktive, zielgerichtete Ansprache potenzieller Mitarbeiter*innen. Dies gelingt am besten über Social Media Kanäle wie LinkedIn, Facebook, Instagram und Co. Um die richtigen Fachkräfte zu finden, muss man sich genau überlegen, wer die Zielgruppe ist und auf welcher Plattform diese aktiv ist.

Während sich Facebook und LinkedIn eher an über 30-Jährige richtet, sind jüngere Mitarbeiter*innen auf Instagram und TikTok zu erreichen. Am effektivsten ist natürlich eine übergreifende Strategie, mit der sowohl jüngere als auch ältere Kandidaten angesprochen werden. Denn während ältere Menschen meistens die Erfahrung mitbringen, ergibt sich bei den jüngeren das Potenzial, dass diese noch aus- bzw. weitergebildet werden können. Wichtig ist auch zu bedenken, keine Massennachrichten auszusenden, sondern die Kandidaten gezielt anzusprechen und auf deren Bedürfnisse einzugehen. Auch bei Kampagnen auf Social Media sollten die Interessen der Zielgruppe berücksichtigt werden, um Erfolge zu erzielen. Als Social Media Recruiting Agentur mit jahrelanger Erfahrung sind wir die Experten in diesem Bereich. Mit modernen Tools und individuellen Konzepten finden wir für Ihr Unternehmen Ihr zukünftiges Personal. Kontaktieren Sie uns, um mehr zu erfahren!

Innovation am Arbeitsmarkt – Lösungen für den Arbeitskräftemangel

Gegen die demografische Entwicklung können Arbeitgeber natürlich nichts machen. Doch um den Arbeitskräftemangel zu bekämpfen, braucht es nur eines: Innovation. Das bedeutet nicht nur Ideen zu haben, sondern diese auch umzusetzen. Innovation umfasst mehr als nur die Modernisierung von Arbeitsgeräten. Innovation bedeutet für ein Unternehmen, sich neu zu erfinden und neue Wege einzuschlagen. Um Mitarbeiter*innen langfristig für sich zu gewinnen, sind diese zwei Punkte wichtig:

Digitalisierung

Die gute Nachricht ist, dass wir in einer technologisch sehr fortgeschrittenen Welt leben. Das bringt für Betriebe die Möglichkeit, mit digitalen Mitteln Arbeitsprozesse zu vereinfachen und somit den Arbeitsaufwand für die Beschäftigten zu verkürzen. Diese können die neu gewonnene Zeit dann für weitere Aufgaben einsetzen. Ein Beispiel hierfür ist die Buchhaltung. In diesem Bereich gibt es unzählige moderne Softwares, die ein effizienteres Arbeiten ermöglichen. Ein weiteres Beispiel ist der Einzelhandel. Bisher mussten die Preisschilder immer manuell vom Personal geändert werden, doch mittlerweile gibt es schon digitale Preisschilder, die die Preise automatisch anpassen können.

Flexibilität

Ein attraktiver Arbeitgeber geht auf die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen ein. Dies betrifft vor allem Arbeitszeitmodelle. Gerade bei Frauen und älteren Generationen befindet sich viel Potenzial am Arbeitsmarkt. Genau diese Gruppen wünschen sich in der Regel Teilzeitarbeit und flexible Arbeitszeiten. Auch ein attraktives Aus- und Weiterbildungsangebot darf nicht vergessen werden, selbst wenn die Zeit in den Betrieben oft knapp ist. Denn ohne ein solches Angebot wird sich das Problem des Mitarbeitermangels auch in Zukunft nicht lösen.

Klar ist, dass ein Unternehmen nicht immer alle Wünsche der Belegschaft erfüllen kann, jedoch gibt es immer das Potenzial, entgegenzukommen und sich im besten Fall in der Mitte zu treffen.

A man and a woman of sanitary engineering came to a call.

Ob Fachkräftemangel oder Arbeitskräftemangel – die Situation am Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren stark verändert und wird sich auch in Zukunft aufgrund des demografischen Wandels noch verschärfen. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, alte Strukturen aufzubrechen und mit dem Wandel der Zeit zu gehen. Nur durch Innovation kann diese Transformation gelingen. So werden Sie nicht nur Fachkräfte finden, sondern auch als Unternehmen langfristig am Markt erfolgreich sein.

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